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Dofollow vs. Nofollow: Was für SEO zählt

Wie dofollow und nofollow technisch funktionieren, wie Suchmaschinen sie behandeln und welche Prüf‑ und Praxis‑Schritte du für Backlinks anwendest.

Dofollow vs Nofollow: Was für SEO zählt

Kurzdefinitionen und technik

Kurz und praktisch: „dofollow“ ist kein HTML‑Attribut, sondern die Bezeichnung für einen normalen Link ohne spezielle rel‑Angabe. Es gibt also kein rel="dofollow". Ein „nofollow“-Link enthält das Attribut rel="nofollow" und signalisiert der verlinkenden Seite, dass sie die Empfehlung nicht in der gleichen Form weitergeben möchte wie bei einem Standard‑Link.

Beispiele in HTML‑Form (inline): Ein Standard‑Link ohne spezielle rel‑Werte: Beispiel. Ein nofollow‑Link: Beispiel. Für bezahlte Platzierungen sollte rel="sponsored" verwendet werden: Beispiel. Für nutzergenerierte Inhalte eignet sich rel="ugc": Beispiel.

Wie Suchmaschinen nofollow behandeln — Mechanik

Seit mehreren Jahren behandeln Suchmaschinen rel‑Attribute wie rel="nofollow" primär als Hinweis, nicht als strikte Anweisung. Das heißt: Google kann das Attribut als Signal für Crawling‑, Indexierungs‑ oder Ranking‑Entscheidungen nutzen, muss es aber nicht identisch für jede Situation anwenden. Die genaue interne Behandlung ist nicht öffentlich.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Crawling, Indexierung und Ranking: Crawling ist das Abrufen einer URL; Indexierung ist die Entscheidung, ob Inhalte in den Suchindex aufgenommen werden; Ranking ist die Reihenfolge der Ergebnisse. Ein Link beeinflusst diese drei Stadien unterschiedlich: ein Link kann entdeckt werden (Crawl), die Zielseite kann indexiert oder ignoriert werden (Indexierung), und die Existenz oder das Gewicht eines Links kann in Ranking‑Signalen einfließen oder nicht (Ranking).

Warum beide Linktypen strategisch relevant sind

Ein backlink ist nicht allein wegen seines rel‑Werts wertvoll. Wichtiger sind redaktionelle Platzierung, thematische Relevanz, Indexierbarkeit der verlinkenden Seite, Nutzer‑Traffic und die Qualität der Zielseite. Nofollow‑Links können Traffic bringen, Sichtbarkeit erhöhen und Crawling‑Wege schaffen — und sie gehören zu einem natürlichen Linkprofil.

Bei bezahlten oder kompensierten Platzierungen ist die richtige Kennzeichnung (rel="sponsored" oder rel="nofollow") wichtig — nicht nur wegen Policy, sondern weil transparente Kennzeichnung die redaktionelle Integrität wahrt. Marktplätze und Publisher, die zusätzliche Metadaten zur Indexierbarkeit und redaktionellen Platzierung zeigen, erleichtern die Bewertung von Chancen; Marktplätze wie BlogDrip zeigen häufig solche Hinweise, nutze diese Informationen beim Vergleich von Angeboten.

Wenn du direkt Marktplatzangebote ansehen willst: Publisher für Backlinks ansehen.

Verifikations‑Checkliste für Backlinks (ohne Zugriff auf Search Console des Publishers)

Wenn du einen externen Backlink von außen prüfen willst, befolge diese Schritte. Sie funktionieren ohne Zugang zur Search Console des Publishers.

1) HTML‑Quelle checken (schnell): Verwende curl, um den Roh‑HTML‑Output zu sehen. Beispiel: curl -s -L "https://publisher.example/path" | grep -i "href=\"https://yourdomain.example\"" — so siehst du, ob der Link im HTML steht. Hinweis: -L folgt Redirects; -s unterdrückt Fortschrittsausgabe.

2) HTTP‑Header und Status prüfen: curl -I "https://publisher.example/path" zeigt Response‑Header und HTTP‑Status. Achte auf 200/3xx/4xx/5xx und auf robots‑Header oder x‑robots‑tag, die Indexierung verhindern können.

3) Gerendertes DOM ansehen: Öffne die Seite im Browser und nutze Chrome DevTools → Elements, um zu prüfen, ob der Link clientseitig per JavaScript injiziert oder versteckt ist. Wenn der Link nur nach Interaktionen erscheint, kann Google ihn seltener entdecken.

4) Sichtbarkeit in Google prüfen (öffentliches Signal): Nutze site:publisher.example "ein eindeutiger Satz" als Indikation, ob Google die Seite kennt. Beachte: site: ist kein definitiver Indexierungscheck; Google kann eine Seite kennen, die site: nicht anzeigt, oder umgekehrt.

5) Nach rel‑Attributen suchen: In der HTML‑Quelle siehst du direkt, ob rel="nofollow", rel="sponsored" oder rel="ugc" gesetzt ist. Falls gar kein rel vorhanden ist, ist der Link technisch ein normaler Link ohne rel‑Hinweis.

6) Nutzerwirkung messen: Analysiere Referral‑Traffic in deinen Analytics‑Daten und prüfe, ob der Link tatsächlich Klicks und Sichtbarkeit bringt. Selbst ein nofollow‑Link kann wertvollen Referral‑Traffic liefern.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

• Nur auf rel‑Werte schauen: Links müssen im Kontext bewertet werden — Platzierung, Content‑Relevanz und Indexierbarkeit sind oft wichtiger als das Vorhandensein von rel="nofollow".

• Automatisch nofollow als wertlos deklarieren: Nofollow wird als Hinweis behandelt; in manchen Situationen können solche Links dennoch in Ranking‑Modellen berücksichtigt werden oder Traffic liefern.

• Bezahlte Links nicht kennzeichnen: Kaufe keine Platzierungen ohne klare Kennzeichnung. Setze rel="sponsored" oder rel="nofollow" und verhandle redaktionelle Kontrolle und passende Platzierung.

• Nur auf Dritt‑Tools‑Metriken vertrauen: Kennzahlen wie Domain Rating oder Domain Authority sind nützlich zur Priorisierung, sind aber keine Google‑Metriken. Ergänze sie mit eigenen Prüfungen zur Indexierbarkeit und Nutzerwirkung.

Linkspam, bezahlte Links und Google‑Richtlinien

Google erklärt deutlich, dass Links, deren primärer Zweck die Manipulation von Suchergebnissen ist, als Linkspam behandelt werden können. Für bezahlte Platzierungen empfiehlt Google die Kennzeichnung mit rel="sponsored" oder rel="nofollow". Wenn ein Link systematisch zur Beeinflussung von Rankings eingesetzt wird, kann Google algorithmisch reagieren oder in Einzelfällen eine manuelle Maßnahme ergreifen.

Gute Praxis bei bezahlten Platzierungen:

• Kenne den redaktionellen Kontext: Verlange Nähe zur thematischen Relevanz und natürliche Platzierung im Text. • Kennzeichne bezahlt klar mit rel="sponsored" oder rel="nofollow". • Bewahre redaktionelle Kontrolle: Links, die wie native Empfehlungen wirken, sind qualitativer als Links in Fußzeilen oder Linklisten. • Messe den Wert über Traffic und Conversions, nicht nur über externe Metriken.

Praktische Entscheidungsregeln

Wenn du eine Linkmöglichkeit bewertest, prüfe systematisch diese Kriterien:

• Ist die Seite indexiert und wird sie von Google sichtbar gehalten? • Ist der Link redaktionell im Text eingebettet? • Ist die thematische Relevanz hoch? • Führt der Link realen Traffic oder ist er isoliert? • Ist der Link korrekt gekennzeichnet, wenn bezahlt?

Zusammenfassung

Die Unterscheidung dofollow vs. nofollow ist technisch einfach, aber strategisch komplex. Beurteile Links nach Kontext, Indexierbarkeit, redaktioneller Platzierung und realem Nutzerwert. Verwende technische Prüfungen (curl, Header, gerendertes DOM) und öffentliche Signale (site:‑Abfragen) kombiniert mit Messungen für Referral‑Traffic. Bei bezahlten Links halte dich an Kennzeichnungs‑Bestimmungen wie rel="sponsored".

FAQ

Zählen nofollow‑Links überhaupt noch für SEO?

Nofollow‑Links sind kein automatischer Ausschluss. Seit einigen Jahren werden rel‑Hinweise als Input für verschiedene Entscheidungen genutzt. Selbst wenn ein nofollow‑Link nicht direkt als klassisches «Link‑Signal» gewichtet wird, kann er Traffic bringen, Sichtbarkeit erhöhen oder Crawling‑Pfade bereitstellen. Beurteile jeden Link im Kontext.

Wie prüfe ich von außen, ob ein Backlink indexiert wird?

Du kannst die Seite mit curl‑Headerprüfungen (curl -I) auf Response‑Status und x‑robots‑tag prüfen, die HTML‑Quelle per curl -L ansehen und mit site:publisher.example "ein eindeutiger Satz" eine Indikation erhalten, ob Google die Seite kennt. Für definitive Indexierungsdaten brauchst du Zugriff auf die Search Console der Publisher‑Domain; als Außenstehender sind die genannten Tests die praktikabelsten Indikatoren.

Muss ich gekaufte Links immer mit rel="sponsored" kennzeichnen?

Ja: Für bezahlte oder kompensierte Links empfiehlt Google die Kennzeichnung mit rel="sponsored" oder mindestens rel="nofollow". Das reduziert das Risiko, dass Google die Placements als Linkspam einstuft, und sorgt für Transparenz.

Was ist der Unterschied zwischen rel="ugc" und rel="nofollow"?

rel="ugc" ist speziell für nutzergenerierte Inhalte gedacht (Kommentare, Forenbeiträge). rel="nofollow" ist allgemeiner und wurde historisch für verschiedene Zwecke genutzt. Beide sind Hinweise; die konkrete Behandlung durch Suchmaschinen ist nicht vollständig öffentlich und kann kontextabhängig variieren.

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